Riester-Rentenversicherung (Fonds)
Die fondsgebundene Riester-Rentenversicherung dient zur Absicherung einer staatlich geförderten, lebenslangen Altersrente. Neben Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten in erster Linie auch Eltern in Erziehungszeit sowie geringfügig Beschäftigte (Verzicht auf Sozialversicherungsfreiheit), Beamte, Richter, Soldaten oder Wehr-, Zivil- bzw. Freiwilligendienstleistende und pflichtversicherte Landwirte Zulagen oder im Rahmen des Sonderausgabenabzuges darüber hinausgehende Steuervergünstigungen. Personen, die nicht zulagenberechtigt sind, können mittelbar über die Riester-Rentenversicherung ihres Ehepartners durch einen Partner-Vertrag die staatliche Förderung erhalten. Die Höhe der staatlichen Zulagen hängt maßgeblich vom Eigenbeitrag ab, der für die Riester-Rentenversicherung aufgewendet wird. Beläuft sich die gesamte Beitragsleistung (Zulage plus privater Beitrag) auf 4 Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens, wird die Riester-Rentenversicherung mit der maximalen Zulage bezuschusst. Die staatliche Zulage setzt sich aus der Grundzulage für die förderberechtigte Person (154 Euro p. a.) sowie aus der Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind (185 Euro p. a. bis 2007 Geborene / 300 Euro p. a. ab 2008 Geborene) zusammen. Junge Riester-Sparer erhalten im ersten Vertragsjahr eine einmalige Sonderzulage in Höhe von 200 Euro. Bei der fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung muss das Vertragskapital zum Ablauf mindestens der Beitragssumme entsprechen (Beitragsgarantie). Wird die Riester-Rentenversicherung für einen anderen Zweck als die Altersvorsorge verwendet, z. B. bei Kündigung, muss die in den Vertrag geflossene Förderung zurückbezahlt werden. Eine förderunschädliche Verwendung der Riester-Rentenversicherung kann frühestens ab dem 62. Lebensjahr erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt können auch maximal 30 Prozent des angesparten Kapitals förderunschädlich entnommen werden. Im Todesfall nach Rentenbeginn können Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder für die Dauer einer vereinbarten Rentengarantiezeit als Hinterbliebene eingetragen werden. Leistungen aus der Riester-Rentenversicherung sind gem. § 10 EStG nachgelagert zu besteuern.

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